Trailer JKP 3.0 / Jürgen Oschwald / A Film by Lena von Andrian

Neue Objekte / Sommer 2015

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Weekly / Galerie Fluchtstab / Staufen

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26. Juni bis 26. Juli 2015

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Galerie Fluchtstab
Kirchstraße 16
79219 Staufen im Brsg.
Tel. 07633/82107
www.galerie-fluchtstab.de



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Künstlermesse Karlsruhe


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23. bis 26. April 2015
Regie­rungspräsidium Karlsruhe am Rondell­platz

Akyiðit Çiðdem (Karlsruhe) | Tim Bohlender (Karlsruhe) | Daniel T. Braun (Karlsruhe) | Adam Cmiel (Neustadt/Weinstraße) | Katja Colling (Karlsruhe) | Christian Falkner (Karlsruhe) | Paul Hartmann (Strasbourg) | Elke Hennen (Karlsruhe) | Valentin Hennig (Stuttgart) | Sina Hensel (Karlsruhe) | Olga Holzschuh (Karlsruhe) | Sophie Innmann (Karlsruhe) | Olga Jakob (Karlsruhe) | Anas Kahal (Karlsruhe) | Sasha Koura (Baden-Baden) | Rebekka Sarah Löffler (Karlsruhe) | Tomomi Morishima (Karlsruhe) | Burghard Müller-Dannhausen (Koblenz) | Jürgen Oschwald (Freiburg) | Simon Pfeffel (Karlsruhe) | Lennart Rieder (Freiburg) | Vincent Rischer (Niederstotzingen) | Oana Paula Ruschhaupt (Stuttgart) | Oliver Schuß (Karlsruhe) | Anand Stadtländer (Karlsruhe) | Jens Stickel (Weingarten) | Anne-Sophie Stolz (Karlsruhe) | Sonja Streng (Crailsheim) | Bronislava von Podewils (Karlsruhe) | Stefan Wäldele (Karlsruhe) | Pablo Walser (Karlsruhe) | DOMINIK (Backnang) | Sebastian Wiemer (Karlsruhe) | Miriam Wieser (Karlsruhe) | Jan Zappe (Karlsruhe).

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1. Stuttgarter KUNSTKollisionen

IN UM HERUM / Künstlerhaus Ulm

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Jürgen Oschwald 
„In Um Herum“
Objekt & Installation

Eröffnung: 
Do 5. Februar 2015 um 19 Uhr

Die Ausstellung wird mit einem Künstlergespräch eröffnet.
Moderation: Esther Hagenmaier

geöffnet: 06.02. – 08.03.2015
Öffnungszeiten: Do 14 – 18 Uhr, Fr 14 – 18 Uhr, Sa + So 11 – 16 Uhr

Jürgen Oschwald arbeitet oft vor Ort und schafft dort flüchtige Gebilde aus gebrauchten Materialien. Für „In Um Herum“ verlegt er seinen Arbeitsplatz nach Ulm und durchforstet dort die Umgebung nach entbehrlichen Gebrauchsgegenständen, um sie zu Werkelementen werden zu lassen, die ohne Einsatz von Werkzeug auf dem Boden, an der Wand oder in die Höhe gereckt aneinander lehnen, nebeneinander liegen, aufeinandergestapelt ruhen oder ineinandergekeilt stecken – dazu gesellen sich aktuelle Objekte und Wandarbeiten.

Künstlerhaus Ulm 
im Ochsenhäuser Hof
Grüner Hof 5
89073 Ulm

www.kuenstlerhaus-ulm.de


Regionale 15/ E-Werk Freiburg /Lebensversicherung

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Kunstlabor im E-Werk Freiburg
kuratiert von Marcel Oettrich und Yvonne Ziegler

Wir alle versichern uns des Lebens, unseres eigenen und auch
dessen der jeweils anderen. Wir sichern und lassen versichern.
Aber wir fühlen das nicht immer. Kunst ist eine Form von Lebensversicherung:
an Grenzen gehen, Kontrollverlust zulassen, Innenwelten
schaffen, Spannung aushalten, Glaubensstärke erfahren,
Zerbrechlichkeit wahrnehmen, Müll abladen oder Schreien. Hemmungslos.



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Eröffnungsspektakel
Donnerstag, 27.11.2014, 20 Uhr
mit Deklamationen und Performances
von Laut & Lyrik, Mirjam Spoolder
und Jung-Yeun Jang/Christian Schoch


Kuratorenführung durch die Ausstellung
Sonntag, 7.12.2014, 14.30 Uhr
Sonntag, 14.12.2014, 17.00 Uhr
ohne Anmeldung, Eintritt frei, Treffpunkt E-Werk Foyer

Bustouren zur Regionale 15
Sonntag, 14.12.2014 nach Basel
Sonntag, 21.12.2014 nach Straßburg
Infos und Karten: www.regionale.org, www.reservix.de

Öffnungszeiten
Do, Fr, Sa: 18:00–21:00 Uhr, So: 15:00–20:00 Uhr, Eintritt frei
An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr ist die Ausstellung geschlossen.
E-Werk Freiburg, Eschholzstr. 77, 79106 Freiburg, T +49 (0)761 20 75 70
www.ewerk-freiburg.de

Morinonaka

Morinonaka-Trailer from Emi miyoshi on Vimeo.

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An diesem Wochenende, Samstag, den 11. Oktober und Sonntag, den 12. Oktober
von 11 bis 18 Uhr, ist unser Atelier in der Kartäuserstrasse 64a in Freiburg für Euch geöffnet.

Wir freuen uns über Euren Besuch!

Lieber Gruß
Holger Bleyhl
Jürgen Oschwald

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Das prekäre Leben der Dinge

Jürgen Oschwald im Freiburger Kunstraum Foth.

Autor: Dietrich Roeschmann
Badische Zeitung, Kultur, 24.09.2014

Vor ein paar Jahren zeigte die Freiburger Galerie Post neue Arbeiten von Jürgen Oschwald. Die Vernissage war gut besucht, das Buffet reichhaltig – ein perfekter Abend. Bis auf den Umstand, dass nach der Party eine Skulptur fehlte. Statt dieses kleinen Holzobjekts mit gelben Borsten, das ein bisschen aussah wie der Comicvogel Woody Woodpecker im arte-povera-Look, gähnte auf dem Sockel eine große Leere. Nach drei Tagen tauchte das Objekt wieder auf – jemand hatte es in den Briefkasten der Galerie geworfen.

Heute, sechs Jahre später, steht das niedliche Ding azwischen Hunderten anderer Objekte auf dem Boden im Kunstraum Foth und hat alle Mühe, sich ohne Sockel gegen die Masse konkurrierender Gegenstände zu behaupten. Für den Woodpecker-Dieb von 2008 wäre das eine gute Gelegenheit, es noch einmal zu versuchen – diesmal ganz legal und ohne schlechtes Gewissen.

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Im Meer der Dinge: Holzobjekt mit Borsten, Foto: Jürgen Rösch, Freiburg

„Jeder nimmt sich was er brauchen kann“ heißt die Soloschau, die Jürgen Oschwald derzeit bei Markus Foth zeigt. In schöner Ordnung liegen hier Werkzeuge am Boden, Boule-Kugeln und Farbtuben, ein Tischstaubsauger, alte Playboy-Hefte, ein defektes Leuchtschild und so weiter. Der Titel ist Programm: Wer hier etwas entdeckt, was ihm gefällt – die hübsche Designerlampe aus den Fünfzigern zum Beispiel oder das Stuhlgestell aus Oschwalds letzter Performance im Freiburger Kunstverein –, der darf es mitnehmen. Gratis. Nach und nach, so die Idee, wird sich das Bild der Ausstellung durch den Zugriff des Publikums verändern. Doch schon beim Betreten des Galerieraumes wird klar, dass das nicht die einzige Option dieser Schau ist. Oschwalds Versuchsanordnung wirft grundsätzlichere Fragen auf – über unser Verhältnis zu Eigentum, über den Wert der Dinge, oder auch über die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen Kunst und Alltag.

Alle Gegenstände stammen hier aus dem persönlichen Besitz von Jürgen Oschwald. Man kann das als Selbstporträt lesen – der Künstler und seine gescheiterten Objektbeziehungen –, aber auch als Geschichte der Dinge selbst: Irgendwann treten sie ins Leben und begleiten einen durch den Alltag – weil sie nützlich sind oder schön, oder weil Erinnerungen an ihnen hängen. Später dann rutschen sie langsam aus dem Blickfeld, finden sich im Keller wieder, und irgendwann stellt sich die Frage: Wann ist ein Ding reif zu gehen? Wenn es keine Funktion mehr hat? Wenn die Erinnerung, die sich mit ihm verbindet, stark genug ist, um auch ohne Objekt zu überleben? Wenn sich das Gefühl einstellt, dass seine Anwesenheit mehr einschränkt als ermöglicht?

Jürgen Oschwald hat sich die Zeit genommen, Antworten auf diese Fragen zu finden, und reicht jetzt weiter, was für ihn weg kann. Indem er das Schicksal seiner Dinge jedoch den Ausstellungsbesuchern überlässt, speist er sie nicht nur in einen neuen Kreislauf ein, sondern gibt zugleich die Kontrolle über seine Bodenarbeit aus der Hand. Was wird übrig bleiben, wenn die Gäste gegangen sind? Wird der Schnäppchenjägerinstinkt über ihren Respekt siegen und Schneisen der Verwüstung in die Installation schlagen? Oschwald, der sich mit seinen Arbeiten – sei es als Maler oder Bildhauer – schon immer gerne auf dem schmalen Grat zwischen Gelingen und Scheitern bewegt, ist selbst gespannt. Er will den Auflösungsprozess seiner Schau fotografisch dokumentieren. Am Ende wird man auf diesen Bildern dann auch sehen können, ob Woody Woodpecker – bei Galerie Post noch für 400 Euro gehandelt – den Sturz vom Sockel der Kunst ins Meer der abgelegten Dinge überlebt hat. Er könnte seinem neuen Besitzer viel über das prekäre Dasein als Kunstwerk erzählen.

— Jürgen Oschwald: Jeder nimmt sich, was er brauchen kann. Kunstraum Foth, Barbarastr.10, Freiburg, Mi-Fr 16-19h, bis 21.11.